Darmgesundheit
In jedem einzelnen Menschen befindet sich ein weitgehend unerforschtes Land, das von unzähligen Lebewesen besiedelt ist.
Gemeint ist der Darm, das Mikrobiom, welches von geschätzt hundert Billionen Einzellebewesen bevölkert wird. Hunderte Spezies könnten es sein, aber auch Tausende.
In den letzten einhundert Jahren wurden Bakterien vor allem als gefährlich angesehen. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Allergien, krankhafte Fettleibigkeit und Autoimmunerkrankungen haben enorm zugenommen, seit wir im großen Stil begannen Bakterien zu bekämpfen.
Bakterien sind gut für uns, sogar überlebenswichtig!
Es müssen nur die richtigen sein. Der Körper ist ein fein justiertes Ökosystem. Wir werden krank, wenn etwas dieses fein justierte System aus dem Gleichgewicht bringt.
Antibiotika wirken wie Atombomben. Sicher, es gibt „Problembakterien“, aber muss man deswegen gleich ganze Völker und damit auch viele unserer besten und ältesten Freunde vernichten? Diese Freunde können uns im Kampf gegen Krebs, Herzkrankheiten, Übergewicht und manch andere Leiden helfen.
Sie haben erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit.
Der Darm ernährt sämtliche Schleimhäute im Körper. So erklären sich viele Krankheitsbilder die mit Haut oder Schleimhaut zu tun haben. Im Duodenum, dem Zwölffingerdarm, ein wirklich kurzer Darmabschnitt, der im Anschluß an den Magen folgt, entscheidet sich zum größten Teil, welche Nährstoffe aufgenommen werden können. Dieser Darmabschnitt ist häufig verkrampft und übersäuert, was wiederum zur geringeren Nährstoffaufnahme führen kann.
Es kann also passieren, dass wir bei bester Ernährung vor vollen Tellern verhungern. Es gibt enorme Nährstoffdefizite, mit Auswirkungen auf andere Funktionen im Organismus. Zum Beispiel auf den Hormonhaushalt.
Meiner Erfahrung nach sind es meistens Wut-Themen die damit einhergehen. Wir sind wütend und sauer, manchmal schäumen wir regelrecht vor Wut. Das produziert Gärungs- und Fäulnisprozesse welche viele Gase bilden. Der größte Anteil der Gase geht ins Blut und belastet es mit Giftstoffen. Das führt eventuell zu Migräne oder anderen Beschwerden.
Weiterhin entstehen Entzündungen im Darm, die sich mit „normalen“ Meßmethoden erstmal nicht nachweisen lassen. All dies passiert meist unbemerkt. Vielleicht gibt es Blähungen. Der Stuhlgang kann ganz normal sein.
Durch die Enge im Bauchraum ist der Darm in einigen Bereichen sehr kurvenreich. Das sind die markanten Stellen, wo die meisten Probleme entstehen.
Der letzte Enddarmbereich zum Beispiel, die Ampulle, sollte normalerweise nur direkt vorm Stuhlgang gefüllt sein, die restliche Zeit sollte er leer sein. Meistens ist die Ampulle fast ständig gefüllt. Dieser Bereich ist aber dafür nicht konzipiert. Das könnte ein Grund sein, weshalb es so viele Rektumcarcinome gibt.
Es ist praktisch für jeden sinnvoll seinen Darm mit den richtigen Untersuchungsmethoden checken zu lassen.
Der Darm ist die Wurzel unseres Körpers. An der Wurzel entscheidet sich wie der Körper gedeiht oder auch nicht!
